Rückenwind geben

und Wellen genießen. 

Quereinstieg – direkt ins Referendariat für das Lehramt an beruflichen Schulen

Lehrerinnen und Lehrer sind heiß begehrt – jetzt und in absehbarer Zukunft. Für studierte Lehrkräfte heißt das: Sie können sich in den allermeisten Fällen aussuchen, in welcher Stadt und an welcher Schule sie arbeiten. Für diejenigen, die zwar nicht auf Lehramt studiert haben, aber einen anderen Hochschulabschluss vorweisen können, bedeutet das: neue Perspektiven im Schuldienst. Diese Öffnung ist eine Chance für alle Beteiligten: Die „Neuen“ bringen nicht nur frischen Wind ins Klassenzimmer, sondern auch ihre berufspraktischen Erfahrungen mit in den Unterricht ein. Ihnen selber steht ein neuer Karriereweg offen.

Der sogenannte Quereinstieg erfolgt – anders als der Seiteneinstieg – in Mecklenburg-Vorpommern über den Vorbereitungsdienst, gemeinsam mit Absolventinnen und Absolventen der Ersten Staatsprüfung für ein Lehramt. Der Quereinstieg ist in Mecklenburg-Vorpommern derzeit nur für das Lehramt an beruflichen Schulen möglich und dauert 18 Monate. Der Vorbereitungsdienst endet mit der Zweiten Staatsprüfung.

Voraussetzung für den Quereinstieg ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Masterstudium oder ein Diplom-Abschlusseiner Universität), mit dem die Ausbildung in einer beruflichen Fachrichtung sowie einer zweiten beruflichen Fachrichtung oder einem allgemein bildenden Fach möglich ist. Ein Bachelor-Abschluss genügt nicht. Im Falle eines Diplom-Abschlusses (FH) erfolgt die Zulassung nur, sofern zusätzlich eine mindestens dreijährige Unterrichtspraxis nachgewiesen wird. Eine weitere Voraussetzung für den Quereinstieg ist, dass ein besonderer Bedarf seitens des Landes Mecklenburg-Vorpommern festgestellt worden sein muss. Dies kann eine konkrete schulbezogene Stellenausschreibung oder ein landesweiter Bedarf in einer beruflichen Fachrichtung sein (siehe Stellenausschreibung).

Diese beruflichen Fachrichtungen können in Mecklenburg-Vorpommern ausgebildet werden:

  • Agrarwirtschaft,
  • Bautechnik,
  • Elektrotechnik/Elektronik,
  • Ernährung und Hauswirtschaft,
  • Fahrzeugtechnik,
  • Farbtechnik und Raumgestaltung
  • Gesundheit und Pflege,
  • Holztechnik,
  • Informationstechnik,
  • Labor- und Prozesstechnik,
  • Medientechnik,
  • Metalltechnik,
  • Seefahrt und Fischwirtschaft,
  • Sozialwesen/Sozialpädagogik
  • Wirtschaft und Verwaltung

Häufig gestellte Fragen

  • Wie bewerbe ich mich als Quereinsteiger/in?

    Sie nehmen am zentralen Einstellungsverfahren zum Vorbereitungsdienst teil. Das Land Mecklenburg-Vorpommern stellt zu folgenden Startterminen ein: 1. Februar, 1. April, 1. August und 1. Oktober. Dazu erfolgen jeweils separate Ausschreibungen mehrere Monate vor Dienstantritt hier auf dem zentralen Karriereportal für den Schuldienst, wo Sie sich kostengünstig und schnell online bewerben können. Bitte fügen Sie Ihrer Bewerbung neben allen Abschlusszeugnissen auch die Studien- und Prüfungsordnung sowie das Transcript of Records jedes Abschlusses bei. Wenn Sie sich vorab informieren möchten, ob Sie die Voraussetzungen für den Quereinstieg erfüllen, kontaktieren Sie uns gern unter Bewerbungen-Referendare@bm.mv-regierung.de.

  • Welche Besoldung gilt für Quereinsteiger/innen?

    Die Quereinsteiger/innen erhalten im Falle einer Verbeamtung auf Widerruf Anwärterbezüge, die sich aus einem Grundbetrag und gegebenenfalls einem Familienzuschlag zusammensetzen. Ist eine Verbeamtung nicht möglich oder nicht gewünscht, absolvieren Sie den Vorbereitungsdienst im Rahmen eines öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnisses und erhalten das gleiche Entgelt (brutto) wie verbeamtete Referendare. Nähere Informationen finden Sie in den jeweils zur Ausschreibung veröffentlichten aktuellen Merkblättern.

  • Was ist der Unterschied zwischen Quereinstieg und berufsbegleitendem Referendariat?

    Beim Quereinstieg sind sowohl die Besoldung bzw. das Entgelt als auch die Anzahl der Stunden des zu leistenden eigenverantwortlichen Unterrichts wie im regulären Vorbereitungsdienst festgelegt. In der Regel erfolgt, wie auch bei Referendarinnen und Referendaren, die ein Lehramtsstudium abgeschlossen haben, eine Verbeamtung auf Widerruf. Der Unterschied besteht jedoch in den zusätzlichen Veranstaltungen zu den Themen Pädagogik und Didaktik, die im Rahmen eines Kolloquiums abschließend geprüft werden.

    Beim berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst unterrichtet die jeweilige Lehrkraft entsprechend des bereits bestehenden Arbeitsvertrages weiterhin als solche an ihrer Schule, erhält jedoch Anrechnungsstunden, um die zusätzliche Herausforderung der Ausbildung zu bewältigen. Das Entgelt wird fortgezahlt.
    Sofern in den beruflichen Schulen Stellen für den berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst jeweils zum 1. Februar und zum 1. August eines Jahres veröffentlicht werden, kann die Bewerbung auf dem Dienstweg beim IQ M-V eingereicht werden. In Abhängigkeit von der vorliegenden Qualifikation sind auch beim berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst zusätzliche Veranstaltungen zu den Themen Pädagogik und Didaktik, die im Rahmen eines Kolloquiums abschließend geprüft werden, zu absolvieren.

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